In die Tiefe von „Blue Hole“

Regensburger Jens Stötzner mit neuem deutschen Apnoe-Tieftauchrekord

Regensburg/Dahab – Jens Stötzner hat beim Apnoe–Tieftauchwettkampf RedCCup in Dahab in Ägypten mit Teilnehmern aus 23 Ländern erneut einen Rekord in der Disziplin CNF (Constant Weight No Fins) aufgestellt. Dabei wird im Bruststil ohne Hilfmittel bis zur Zieltiefe hinab und wieder hinauf getaucht. Der Regensburger verbesserte damit seinen im Jahr 2015 in Zypern getauchten Rekord um acht Meter auf Minus 74 Meter und holt sich den durch Stefan Randig eingestellten Rekordtitel zurück.

74 Meter in die Tiefe tauchte Jens Stötzner im Roten Meer
Foto: Jens Stötzner

Bei hochsommerlichen Wassertemperaturen von 28 Grad Celsius war es dem Regensburger dann im Ein-Millimeter-Neoprenanzug schon zu warm. Aufgrund der besseren Hydrodynamik mittels eines Glatthautneoprenanzugs verzichtet man aber nur ungern auf die besseren Gleiteigenschaften im Wasser.
Weitere Disziplinen waren das Tieftauchen mit Monoflosse CWT (Constant Weight), in der Jens Stötzner mit Minus 90 Meter schon den Grund des „Blue Holes“ sehen konnte. Das „Blue Hole“ in Ägypten ist ein Loch im Dach des Küstensaumriffs an der ägyptischen Küste des Roten Meeres und ein beliebter Tauchplatz.
Organisiert wurde der Wettkampf vom internationalen Apnoe-Verband AIDA, der den deutschen Rekord auch für gültig erklärte.
Da Apnoetauchen auch nicht gänzlich frei von Risiken ist, gilt die Devise: Niemals ohne Tauchpartner ins Wasser steigen! Jens Stötzner wohnt in Regensburg und trainiert beim TCR und UCR.

Dramatischer Zwischenfall am Starnberger See

Zu einem dramatischen Zwischenfall kam es vergangenen Samstag bei dem Versuch, an der Allmannshauser Steilwand den Deutschen Rekord im See-Apnoe-Tauchen zu knacken. Beim Auftauchen aus 81 Metern Tiefe verlor der Regensburger Extremsportler Jens Stötzner zirka fünf Meter unterhalb der Wasseroberfläche das Bewusstsein. Sicherungstaucher, die zum Tross des Regensburgers gehörten, griffen sofort ein und hievten Stötzner in ein Schlauchboot. Dort übernahm Taucharzt Dr. Wilhelm Weslau, der ebenfalls zum Team des 51-Jährigen gehört, die Erstversorgung. Nach Sauerstoffzufuhr aus einer Flasche erlangte er noch auf dem Rettungsbrett das Bewusstsein wieder. Dort wurde unter anderem die Lunge geröntgt, aber keine bleibenden Schäden festgestellt.