Letztes Jahr feierte der Jahn Zweitliga-Debüt bei der Arminia. Dort liegen noch Punkte der Regensburger rum

Regensburg – Obwohl es letztendlich nur ein torloses Remis war – die engagierte Leistung gegen Holstein Kiel macht Lust auf mehr. Und die zwei Pleiten zuvor sind längst abgehakt. Am Samstag nun geht es auf die Bielefelder Alm. Mit der Arminia hat der Jahn noch eine Rechnung offen. „In der letzten Saison haben wir dort einen Punkt liegen gelassen. Zumindest den wollen wir jetzt mitnehmen“, erklärte SSV-Trainer Achim Beierlorzer.

Von Mario Hahn

Der 29. Juli 2017 ist bei vielen unvergessen: Die Profis des Jahn Regensburg spielten seit vielen Jahren erstmals wieder in der 2. Liga und Achim Beierlorzer gab sein Debüt bei den Rothosen. Der Trainer erinnert sich: „Wir wussten nicht, wo wir als Aufsteiger stehen. Wir haben dann aber gleich gemerkt, worauf es in dieser Liga ankommt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben wir dann gut dagegen gehalten. Leider hatte Bielefeld das glücklichere Ende für sich.“ Wir erinnern uns: Lange Zeit hielt der Jahn das 1:1. Die Rothosen waren sogar ganz nah dran am Sieg. Das letzte Wort aber hatte Bielefeld. Die Ostwestfalen bestraften den Jahn in der Nachspielzeit. Eine zu kurz geratene Kopfballrückgabe von Marvin Knoll nutzte Bielefelds Andraž Šporar eiskalt aus und lupfte den Ball über den machtlosen Torwart Philipp Pentke. Dem 1:2 folgte im Rückspiel ein 3:2. Die Revanche war geglückt!

Am Samstag nun steigt die nächste Runde im Kräftemessen zwischen den Ostwestfalen und den Oberpfälzern. Anpfiff in der SchücoArena ist um 13 Uhr. Dort wird sich der Jahn auf mächtig Gegenwind einstellen müssen. Vonseiten der frenetischen Fans sowie vonseiten der Spieler. „Jeff Saibene (Trainer von Biele-feld; Anm. d. Red.) hat seine Mannschaft gut verstärkt und aus der Arminia einen etablierten Zweitligisten gemacht. Sie legen eine hohe Körperlichkeit zutage, haben eine große Wucht in der Offensive. Wir aber wissen damit umzugehen und werden zu 100 Prozent dagegenhalten“, sagt Beierlorzer. Übrigens: Marvin Knoll spielt jetzt bei St. Pauli und Andraž Šporar bei Slovan Bratislava in der Slowakei.