Mehr Polizeipräsenz für mehr Sicherheit

Positiv: Aktion „Stark für Regensburg“ soll das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung stärken

Regensburg – Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? Seit wenigen Monaten sieht man in der Regensburger Innenstadt immer mehr Polizisten, die dort auf Streife gehen. „Stark für Regensburg“ heißt die Maßnahme, die das Sicherheitsgefühl der Bürger steigern soll. Jetzt zog der Leitende Polizeidirektor der Polizeinspektion Süd, Gerhard Roider, ein erstes positives Fazit. „Die Aktion kommt bei der Bevölkerung gut an.“

Von Mario Hahn

Mal sind sie zu zweit unter-wegs, mal in einer Vierergruppe, ein andermal in noch größerer Mannschaftsstärke – die Polizei in Regensburg erhöht seit Mitte Juni sichtbar ihre Präsenz. Insbesondere Brennpunkte wie das Bahnhofsumfeld oder die Einkaufszentren im Stadtgebiet sind bevorzugte Einsatzgebiete. Der Leitende Polizeidirektor Gerhard Roider: „Schwerpunkte sind Orte mit hohem Personenaufkommen. Darunter zählen auch die Fußgängerzone, der Bereich um den Dom, aber auch die Jahninsel.“

Die Regensburger Polizei erhöht ihre Präsenz im Innenstadtbereich – so wie hier auf dem Kepler-Areal
Foto: Polizei

Bei ihrer Arbeit erhalten die Polizeiinspektionen im Regensburger Stadtgebiet Unterstützung durch Kolleginnen und Kollegen der bayerischen Bereitschaftspolizei und insbesondere des Einsatzzuges Regensburg sowie durch die Sicherheitswacht. Im Bereich des Hauptbahnhofes besteht zudem seit Jahren eine enge Kooperation mit der Bundespolizei, die sich insbesondere in gemeinsamen Streifen zeigt.
Ziel der Maßnahme „Stark für Regensburg“ sei es, dass die Bürger/innen leichter mit „ihrer Polizei“ ins Gespräch kommen, aber auch, dass mögliche Straftäter und Rechtsbrecher die Ordnungshüter wahrnehmen und dadurch bestenfalls von Straftaten abgehalten werden. Nach mitgeteilten oder selbst erkannten Straftaten und Ordnungsstörungen sind zudem umgehende, polizeiliche Maßnahmen möglich. „Die Strafe folgt auf den Fuß – das erzielt eine viel höhere Wirkung“, betont Polizeidirektor Gerhard Roider. Die erhöhte Präsenz der Poli-zei zeigt bereits Effekt. In fast allen Bereichen (Eigentumsdelikte, Raub, Körperverletzung, Sachbeschädigung…) ging die Kriminalitätsrate nach unten. Dennoch ist Regensburg (obwohl die Kurve seit Jahren nach unten zeigt) im Vergleich zu anderen großen bayerischen Städten am stärksten belastet. So wurden im letzten Jahr im ganzen Stadtgebiet insgesamt 12.808 Straftaten begannen, im Innenstadtbereich ganze 2.644. Ganz erheblich angestiegen ist dafür der Anteil der Betäubungsmitteldelikte in der Innenstadt. Er liegt bereits jetzt höher als die Summe dieser Delikte im kompletten Jahr 2017. „In Regensburg gibt es eine ho-he Verfügbarkeit von harten Drogen“, erklärt Polizeidirektor Roider. Insbesondere Heroin und Kokain seien stark gefragt.