Bis zum Jahr 2023 wird die Autobahn im Bereich Autobahnkreuz Regensburg und AS Rosenhof sechsspurig

Die A 3 ist eine der wichtigsten Autobahnen im Bundesgebiet. Sie verknüpft Deutschland mit Österreich und Südosteuropa. Dabei ist sie für die Stadt Regensburg Lebensader und Ärgernis gleichermaßen. Auf ihr gelangen Güter in die Donau-Metropole und täglich stehen Tausende Autofahrer im Stau oder sind von Unfällen betroffen. Ein Ausbau, um die Verkehrssituation zu verbessern ist nötig und wird jetzt in Angriff genommen. Josef Seebacher von der Autobahndirektion Süd kennt die Gründe, warum die A 3 so unfallgefährdet ist.

Von Matthias Dettenhofer

Bisher rollen im Schnitt täglich 70.000 Fahrzeuge zwischen dem Autobahnkreuz (AK) Regensburg und der Anschlussstelle (AS) Regensburg-Universität. Laut Autobahndirektion Süd wird sich das Verkehrsaufkommen bis ins Jahr 2030 auf über 80.000 erhöhen. In Ferienzeiten wird diese Zahl schon jetzt deutlich überschritten und bis zu 100.000 Autos schlängeln sich an Regensburg vorbei. Unfälle sind vorprogrammiert und gehören zur Tagesordnung. En Ausbau der 15 Kilometerstrecke ist zwingend möglich.

Unfälle auf der A 3 sollen durch Ausbau zurückgehen

Blizz: Momentan laufen die Vorbereitungen für den Ausbau. Die A 3 ist jedoch stark frequentiert. Wird die Unfallproblematik in die Ausbauplanungen einbezogen?

Josef Seebacher, Pressesprecher Autobahndirektion Süd: Gegenstand jeder Planung ist die Beschäftigung mit Unfallgefahren. Zur Verringerung der Gefahr wird eine Stauwarnanlage aufgebaut. Zusätzlich wurde eine Arbeitsgruppe mit der Polizei gegründet, welche über den gesamten Ausbau-Zeitraum die Situation beobachtet und auf etwaige Situationen reagiert. Die Erfahrungen vergleichbarer Baustellen zeigen, dass die gefahrene Geschwindigkeit ein entscheidendes Kriterium für die Verkehrssicherheit ist.

Verkehr auf der A 3 ruht nur an wenigen Tagen

Bisher quetscht sich die Blechlawine auf zwei Fahrspuren in jede Richtung über die A 3. Bis zum Jahr 2023 soll je eine Fahrspur auf jeder Seite hinzukommen. Ein Mammutprojekt, bei dem insgesamt 16 Brücken neu gebaut werden. Nur eine Herausforderung für die Autobahndirektion. Denn auch Bombenteile und Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg stellen immer noch eine unbekannte Gefahr dar.

Blizz: Auffällig ist, dass in viele Unfälle Lkw oder Kleintransporter verwickelt sind. Worin sehen Sie den Hauptgrund dafür ?

Josef Seebacher: Im Bereich Regensburg überlagern sich lokale Kurzstreckenverkehre mit internationalem Transitverkehr. Hinzu kommt, dass die A 3 tageszeitabhängig häufig verhältnismäßig gering belastet ist. Der Verkehr steigt von unter 30.000 Fahrzeugen auf auf über 75.000 im Raum Regensburg an. Das sind Gründe, weshalb die Anschlussstellen aus Verkehrssicherheitspunkten auffällig sind.

16 Brücken müssen erneuert werden

Das Kunststück beim Ausbau, neben den baulichen Herausforderungen, wird es sein, den laufenden Verkehr nicht noch mehr als notwendig einzubremsen. Aus diesem Grund wird im laufenden Betrieb etappenweise gebaut. Abbruch und Erneuerung der Brücken erfolgen schrittweise. Parallel dazu wird die A 3 abschnittsweise verbreitert. Dabei sollen während der gesamten Bauzeit zwei Spuren in jede Richtung aufrechterhalten werden. Und auch die fünf betroffenen Anschlussstellen und das Autobahnkreuz bleiben befahrbar. Trotzdem sind auch Vollsperrungen notwendig (siehe Infokasten).

Blizz: Warum ist die A 3 genau in diesem Bereich so ein Unfallmagnet?

Josef Seebacher: Eine Ursache für Unfallhäufungsstellen auf der A 3 im Bereich von Regensburg ist die Stausituation, die zu Auffahrunfällen am Stauende führt. Eine weitere Ursache sind Verflechtungsprobleme in den Bereichen der Anschlussstellen Regensburg-Universität und Regensburg-Ost. Bedingt durch die Überlastung der A3 kommt es beim Einfädeln in die Autobahn zu Unfällen. Durch den Ausbau der Autobahn und die dadurch verbesserte Kapazität der Autobahn werden sich zum einen die Stausituationen verringern und zum anderen auch die Verflechtungsproblematik verbessern, da sich leichter Lücken zum Einfädeln finden.

Dass es bei solch einem Großprojekt zu Behinderungen kommen wird, dürfte jedem klar sein. Die Autobahndirektion Süd versucht aus diesm Grund das gesamte Vorhaben so transparent wie möglich zu gestalten. Infoveranstaltunge wie vergangene Woche in Neutraubling und auch die Homepage www.a3-regensburg.de helfen dabei die Betroffenen zu informieren.

Das A 3-Projekt im Überblick