Frost ade! Tomate, Gurke, Aubergine und Co. jetzt ins Freie pflanzen

Regensburg Land – Was wird heuer mit den Eisheiligen (Spätfröste)? Eine Frage, die auch uns Gartenexperten vor ein Rätsel stellt. Wir hoffen, dass es dieses Jahr glimpflich ausgeht und Anfang Mai nur ein paar leichtere Frostnächte kommen. Für besonders empfindliche Freilandkulturen oder Kübelpflanzen sollte eine Schutzabdeckung aus Vlies bereitgehalten werden. Balkonblumen sollten sicherheitshalber erst ab Mitte Mai in die Kästen eingepflanzt werden – dann ist immer noch genug Zeit für eine prächtige Blütenvielfalt.

Nach den dann hoffentlich letzten Spätfrösten können im Gemüsegarten auch die wärmebedürftigen Gemüsearten wie Tomate, Gurke, Aubergine, Artischocke, Pepino, Zuckermais und Paprika gepflanzt werden. Auch für Bohnen ist dann die richtige Zeit für die Aussaat. Für kühle Tage (und vor allem Nächte) ist immer noch ein Abdeckvlies hilfreich. Für Radieschen und Rettiche empfiehlt sich ein engmaschiges Insektenschutznetz gegen die Kohlerdflöhe, einem lästigen Schädling an den Blättern. Gleichzeitig werden auch Kohlfliegen vom Eierlegen abgehalten. Deren Fraßspuren verursachen an den essbaren unterirdischen Pflanzenteilen unangenehme Schäden.

Abdeckung für kühle Nächte sinnvoll

Nach der Ernte von Salat oder sonstigem Gemüse sollten die freien Stellen wieder mit Folgepflanzen besät oder bepflanzt werden. Dadurch kann auch im kleinen Gemüsegarten eine große Vielfalt erzielt werden. Ansonsten lässt sich der freie Platz sehr gut mit einer Mulchauflage (Gemüsereste, grober Kompost, Rasenschnitt) vor Verwitterung und Austrocknung schützen.

Im Mai beginnen die Staudenbeete mit ihrer Blütenfülle, wie etwa die Goldwolfsmilch Foto: Landratsamt Regensburg

Bei zunehmender Wärme ist das Wachsen der Pflanzen von der Wasserzufuhr abhängig. Deshalb nochmals der Hinweis: nicht kleckern, sondern klotzen! Das heißt, je Gießgang eine Menge von 20 Liter Wasser (zwei volle Gießkannen) auf dem Quadratmeter Gemüsebeet ausbringen. Das ist dann für die nächsten fünf bis sechs Tage ausreichend. Bei sandigen Böden oder bei Hochbeeten sollten alle zwei bis drei Tage rund zehn Liter pro Quadratmeter ausgebracht werden.

Blütenreiche Ecken länger stehen lassen

Man sollte zudem bei der Rasenpflege auch an Insekten und Vögel denken. Einige besonders blütenreiche Ecken einfach länger stehen lassen und nur rund zwei Mal im Jahr mähen. Diese bilden eine wichtige Nahrungsquelle für unsere einheimische Tierwelt.

Buchspflanzen sollten täglich auf Raupenbefall kontrolliert werden. Der Buchsbaumzünsler hat mittlerweile auch Regensburg erreicht. Bei einem Anfangsbefall lassen sich die Pflanzen noch durch einen Totalrückschnitt retten. Wenn die Pflanze schon kahlgefressen ist, stirbt sie leichter ab. Das Schnittgut sollte circa eine Woche im Müllsack aufbewahrt werden, bis dahin sind die Raupen abgestorben. Danach kann das Material kompostiert werden.