Aufführungen des „Jedermann“ im Juni

Das Theater Zeitlarn e.V. feiert heuer sein 25jähriges Bestehen. Im Jahr 1993 spielte die Laiengruppe, die von Prof. Karl Hausberger ins Leben gerufen, zum ersten Mal ein Stück von Molieré im Pfarrheim Zeitlarn. Der Erfolg war so groß, dass man sich entschloss weiter zu machen. Seither wurden 35 Stücke, davon 14 als Freilichttheater inszeniert und aufgeführt. An diese schöne Tradition möchten viele junge und erfahrene ältere Laienspieler, sowie Regisseur Franz Hochmuth anknüpfen. Hochmuth führt heuer übrigens bereits zum 8. Male bei einem Freilichtstück die Regie.

Das besondere Flair und außergewöhnliche Ambiente, an einem sternenklaren Abend, im Scheinwerferlicht eine fast mystische Stimmung auf die Bühne zu zaubern, das ist es was mich als Regisseur persönlich und auch alle Mitwirkende immer wieder zu einem Sommerstück treibt und uns einfach nicht loslässt“, schwärmt Franz Hochmuth. Seit der Gründung und dem ersten Sommertheater, werden bereits zum 15. Male die Bretter die die Welt bedeuten, unter den Sternenhimmel verschoben. Seit dem ersten Freilichtstück „Der Meier Helmbrecht“ sind Franz Hochmuth und Wolfgang Obletshauser mit dabei. Damals führte der Kallmünzer Bernhard Hübl (Kulturpreisträger des Jahres 2014 des Landkreises Regensburg) Regie und ist seither bei jedem Freilichtstück als Zuschauer mit dabei. Franz Hochmuth hat bereits einige Posten beim Theaterverein ausgeübt. So stand er als Schauspieler selbst auf der Bühne, war in der Vorstandschaft für die Organisation zuständig oder zieht nun als Regisseur hinter den Kulissen die Fäden.

Der Jedermann auf bayrischer Mundart

Wolfgang Obletshauser ist als Spieler und Mann für die Technik aus dem Ensemble nicht mehr wegzudenken. Er stellt auch heuer wieder sein Anwesen für die Aufführungen zur Verfügung. Eines aber haben die beiden gemeinsam: Die Theaterlust hat sie nicht mehr losgelassen. Und so geht es nicht nur ihnen, sondern vielen Schauspielerkollegen, die von Anfang an dabei oder auch mit den Jahren erst dazu gekommen sind. „Wir haben einfach Freude am Theaterspielen und Organisieren“, erzählt Hochmuth.

Franz Hochmuth führt zum achten Mal Regie

Für das Jubiläumsjahr hat sich die Theatertruppe das Stück „Jedermann“, in Bayrischer Mundart, ausgesucht. Hierbei handelt es sich um ein kurzlebiges und unterhaltsames Schauspiel vom Leben und Sterben des reichen Mannes. Ein Stück in dem sich doch die eine oder andere Wahrheit über Macht, Gier und Geld verbirgt. So ist Jedermann ein echter Lebemann. Er hat es zu Geld gebracht, feiert gerne und ausgiebig und umgibt sich als echter Genussmensch gerne mit schönen Frauen. Gott ist davon wenig begeistert. Er ist sogar verärgert über diesen Kapitalisten, der das Leben genießt und es wagt, an sein Vergnügen zu denken. Jedermann muss bestraft werden und so schickt der Herrgott niemand anderen als den Tod, um Jedermann vor den göttlichen Richterstuhl zu zerren, damit er Rechenschaft für sein Leben ablegt. Doch auch der Teufel möchte sich seiner annehmen“, beschreibt Franz Hochmuth das Stück. Und so nimmt es seinen Lauf um Jedermann.

Bei dieser Produktion wird Franz Hochmuth auch viele neue Mitspieler erstmals auf die Zeitlarner Bühne schicken. Die Proben für das Stück laufen bereits auf Hochtouren.

Hier kommt man an Karten

Am 7. Mai hat der  Kartenvorverkauf. Es können Karten unter der Telefonnummer 0941/630 444 25, mit Angabe von Name, Telefonnummer und Anzahl der Karten, reserviert und bezahlt werden. Zusätzlich gibt es in der Sparkasse und Café Zeitlos in Zeitlarn Karten zu kaufen. Die Karten kosten im VVK  zwölf Euro und acht Euro (ermäßigt). An der Abendkasse sind die Karten zu 14 Euro und zehn Euro erhältlich. Einlass ist eine Stunde vor Beginn. Gespielt wird im Anwesen Obletshauser, Obere Gasse 16 in Zeitlarn. Premiere ist am Freitag, den 8. Juni. Die weiteren Aufführungen sind am 15./16./17./24./29./30. Juni, als Ersatztermin ist der 1. Juli vorgesehen, Freitag und Samstag wird um 20.30 Uhr und sonntags um 19.30 Uhr gespielt. Übrigens, gespielt wird bei fast jedem Wetter. Wer nun Lust und Spaß hat im Theater mitzumachen, sei es als Mitspieler oder als Helfer hinter der Bühne, ist herzlich bei uns willkommen – denn das Schönste am Theater ist, wenn die Zuschauer glücklich nach Hause gehen“, resümiert Franz Hochmuth.

Hier noch einige Impressionen aus den vergangenen Jahren