Knüppelharter Hindernislauf

Vier Zeitlarner haben das „Original Tough Guy Race“ bezwungen

Vier richtig starke Männer aus Zeitlarn und ein Ziel. Den „Original Tough Guy“ zu bezwingen. 17 Kilometer, bis zu 20 Meter hohe Hindernisse und jede Menge Schlamm und Dreck. Für Christian Baierer und seine Crew wurde das Ziel Wirklichkeit. Im Januar bezwangen sie den Parcours. Verdreckt, aber glücklich. Jetzt dürfen sie sich als wirklich richtig starke, tapfere Männer bezeichnen.

Von Matthias Dettenhofer

Schlamm, Eis, brennende Heuballen, Stacheldraht und meterhohe Holzhindernisse. TÜV-Süd? Fehlanzeige! Und nein, wir befinden uns nicht auf irgendeinem Truppenübungsplatz der Bundeswehr. Wir befinden uns beim „Original Tough Guy Race“ in Wolverhampton, Großbritannien. Etwa 7.000 waghalsige, vielleicht auch „lebensmüde“, Sportler stürzen sich den wohl härtesten Hindernisparcours der Welt hinunter. Mit dabei auch vier Jungs aus Zeitlarn: Christian Baierer, Roland Sußbauer, Markus Fischer und Dominik Pecs von der „Bavarian Running Crew“.

„Meine Freunde haben mir den Start zum 40. Geburtstag geschenkt“, lacht Christian Baierer und ergänzt: „Wir sind immer noch Freunde.“ Zwar haben die vier Kickboxer eine richtig gute Grundfitness, sind schon bei Hindernisrennen mitgelaufen, aber „das war im Vergleich alles Kindergarten“.

Baierer auf dem Parcours

Schon die Vorbereitung war knüppelhart. „Wir sind bei minus zehn Grad in Naab und Regen im Wasser gewesen.“ Kurz nach dem Start war schon alles vergessen. „Nach einem Kilometer in Intervallen den Berg rauf und runter war man echt schon richtig kaputt“.

Sirenenuntermalt und schrill laut geht es weiter. 15 oder 16 Mal aus zwei Metern Höhe in ein Schlammbecken und wieder hinaus. Kräftezehrend. Kein Durchatmen. Wassergräben und noch mehr Hindernisse. Schwimmen, laufen und tauchen wechseln sich ab. Krabbeln und kriechen kommen auch immer mehr dazu. Jeder Athlet ist gezeichnet. Dabei stehen jetzt erst die sogenannten „Killing Fields“ an. Dort warten Abwasserrohre und Stromkabel. „Da hats einem schon eine gewischt, wenn man die berührt hat.“

Irgendwie ins Ziel kommen sind die einzigen Gedanken. „Nur der reine Wille hilft da. Die Kraft ist längst aus.“ Nach über vier Stunden, haben es die vier dann geschafft. Blaue Flecken, aufgeschlagene Knie, aber glücklich und stolz den härtesten Hindernisparcours der Welt bezwungen zu haben.