Förderkonzept der Stadt Regensburg soll Athleten entlasten

Regensburg – Triathleten, Leichtathleten, Tennisspieler, Eiskunstläuferinnen, Eishockeyspieler und Baseballer. Sie alle sind sportliche Aushängeschilder der Stadt Regensburg. Sie nehmen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teil. Trotz der nationalen und internationalen Aufmerksamkeit müssen sich die Sportler Tag für Tag finanziell strecken, um ihrem Sport erfolgreich nachzugehen. Die Stadt Regensburg hat deshalb ein neues Förderkonzept entwickelt.

Von Matthias Dettenhofer

Triathlon-Fahrrad, mehrere tausend Euro. Lauf-Trainingslager in Portugal, über 1.000 Euro pro Sportler. Trainerstunden im Tennis und Hallenmiete… Man könnte diese Aufzählung beliebig weiterführen, um aufzuzeigen welchen Aufwand Sportler betreiben, um in ihrer Disziplin Erfolg zu haben. Hinzu kommt noch die Anstrengung den Trainingsumfang in den Alltag einzubetten, denn der Lebensunterhalt muss schließlich auch verdient werden. „Das ist sehr schwierig, gerade für die Athleten, die nicht vom Sport leben können“, erklärt Johann Nuber, Leiter des Sportamtes der Stadt Regensburg. Viele hielten sich mit Halbtags-Jobs über Wasser.

Förderplätze werden jährlich neu vergeben

 

Aus diesem Grund wurde durch den Stadtrat neue Leistungssportförderrichtlinien erlassen. Dr. Hermann Hage, Referent für Bildung, Sport und Freizeit: „Wir haben die bisherige Förderung auf andere, zukunfsträchtige Beine gestellt.“ Zukünftig erhalten Sportler einen Zuschuss aus einem 50.000 Euro-Pott. Dabei werden diese in drei Altersklassen unterteilt: U18, das Perspektivteam 18 bis 23 sowie die Top-Athleten, die schon in der Weltspitze angekommen sind. „Jede der drei Klassen hat je zehn Plätze, die jährlich neu vergeben werden“, so Nuber.

Das bedeutet die Sportler können sich nicht auf ihren Leistungen ausruhen, sondern müssen bei Deutschen Meisterschaften oder internationalen Titelkämpfen Gas geben, um nicht aus der Förderung zu fallen. „Wie wünschen uns, dass sie sich durch diesen Zuschuss noch mehr auf ihren Sport konzentrieren können und noch bessere Leistungen abrufen können.“