Alexander Hold erfüllt „letzten Wunsch“

TV-Richter und Bundespräsidenten-Kandidat besucht Johannes-Hospiz

Von Mario Hahn

Manchmal meint es der Zufall gut. Sehr gut sogar. Ein „Gast“, so werden die todkranken Menschen im Johannes-Hospiz genannt, hatte noch einen letzten Wunsch: einmal den TV-Richter Alexander Hold sehen und mit ihm fachsimpeln. Schließlich war der „Gast“ früher selbst Richter. Und – waren es höhere Kräfte, wer weiß? – dieser Wunsch ging in Erfüllung. Am Montag schaute Alexander Hold in Pentling vorbei, besuchte dort das Johannis-Hospiz und nahm sich ausreichend Zeit für seinen „Fan“. Diese Spontaneität und Mitmenschlichkeit spiegelt genau den Charakter des Mannes wieder, der derzeit durch Deutschland tourt. Für ihn war diese Begegnung eine „Selbstverständlichkeit und Ehre“.

Alexander Hold war aber nicht in seiner Funktion als TV-Richter da, sondern in seiner Funktion als Kandidat der Freien Wähler auf den Posten des Bundespräsidenten. Die Wahl findet am 12. Februar statt und ist für Hold eigentlich schon verloren. Denn die Freien Wähler stellen lediglich elf der 1.205 Wahlmänner. Zudem haben sich die „Großen Drei“ – Merkel, Gabriel, Seehofer, – bereits auf Steinmeier verständigt. Diese Kungelei führe zu Politikverdrossenheit, findet Hold, und fragt: „Warum wählt das Volk den Bundespräsidenten nicht persönlich?“ Seine Chancen stünden bestimmt besser.