„Mobilität ist ein hohes Gut“

IT-Logistikcluster organisiert 1. Regensburger Verkehrskongress

Das Bayerische IT-Logistikcluster hat am Montag auf dem Gelände des Bayernhafen Regensburg den „1. Regensburger Verkehrskongress“ organisiert. Unter dem Motto „Emissionsfrei auf der letzten Meile“ wurden regionale und überregionale Projekte vorgestellt, um die City-Logistik noch umweltverträglicher zu gestalten. Die Umsetzung solcher Konzepte in der mittelalterlichen Altstadt stellt eine besondere Herausforderung dar. Die Stadt Regensburg hat das Bayerische IT-Logistikcluster mit der Organisation und Durchführung der Veranstaltung beauftragt. Die Bayernhafen GmbH & Co. KG ist Kooperationspartner.

In vielen Großstädten wird ein wesentlicher Teil der innerstädtischen Verkehrsprobleme durch Güterverkehr verursacht. In der Innenstadt von Regensburg resultiert dies vor allem aus der hohen Gewerbekonzentration auf nur einem Quadratkilometer Fläche. Die historische Altstadt ist dazu noch Aufenthaltsort von Touristen, Einkäufern und Anwohnern. „Da Regensburg zudem durch Zuzüge stark wächst, kommt zum allgemeinen Wachstum im Lieferverkehr auch noch quantitatives Wachstum auf der gleichen Fläche dazu. Dadurch werden Räume verbraucht und Emissionen frei gesetzt, die oft an die gesetzlich erlaubten Grenzwerte reichen. In einem ganzen Bündel von Maßnahmen zur Luftreinhaltung versucht die Stadt die Lebensqualität hier hoch zu halten“, so Bürgermeister Jürgen Huber.

In der Stadt Regensburg existieren bereits eine ganze Reihe solcher Maßnahmen, neue werden derzeit entwickelt und geprüft. So konnten die Besucher z.B. eine Probefahrt mit dem E-Bus Emil unternehmen, der derzeit im Probebetrieb in der Altstadt eingesetzt wird. Andreas Plank von der Bayernhafen GmbH & Co. KG stellte das Projekt E-Transportersharing für Regensburger Kaufleute vor und Prof. Dr. Diane Ahrens von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) e. V. betonte die künftigen Herausforderungen für die Logistik vor dem Hintergrund immer globaler werdenden Wertschöpfungsketten. Auch Sie plädierte für Sharing statt Besitz.

In seiner Begrüßung bedankte sich Alexander Rupprecht, Geschäftsführer der R-Tech GmbH, für das Interesse am Verkehrskongress. Die Veranstaltung soll künftig regelmäßig stattfinden. Auch Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann befürwortet eine Fortsetzung: „Mobilität ist ein hohes Gut und wir müssen uns Gedanken machen, wie wir auch in Zukunft eine stadt- und bedarfsgerechte Mobilität umsetzen können“.