Hatte Janele etwa doch Recht?

Nach sexuellen Übergriffen in der Öffentlichkeit: CSB-Stadtrat bringt erneut Frauentaxis und Sicherheitszonen in Bussen ins Gespräch

Von Mario Hahn

In den letzten zwei Wochen gab es in Bussen des öffentlichen Nahverkehrs drei Übergriffe in Form sexueller Belästigung, am Neujahrstag missbrauchte ein pakistanischer Asylbewerber eine Frau sexuell. „Eine Tatsache, die uns aufhorchen lassen sollte“, so Stadtrat Christian Janele. Für den Vorsitzenden der Christlich-Sozialen Bürger (CSB) Grund genug, an die Berechtigung seines Antrags auf Einführung spezieller Frauentaxis und eigenen Sicherheitszonen in Bussen hinzuweisen.

Janele hatte den Vorschlag im Herbst 2015 dem Stadtrat vorgelegt; der lehnte ihn ab. „Jetzt sind meine Befürchtungen bitterer Ernst geworden“, sagt der Kommunalpolitiker. Die speziellen Frauentaxis sollten in seinem Vorschlag ab Einbruch der Dunkelheit bis zur Morgendämmerung fahren und die Frauen auch in Begleitung von Kindern bis 14 Jahren sowie Senioren zu einem ermäßigten Preis befördern. „Damit wäre auf der Fahrt von Tür zu Tür die bestmögliche Sicherheit gewährleistet.“ Mit einem günstigen Preis könnten viele Frauen, dieses zusätzliche Sicherheitsangebot auch nutzen.

In den Bussen hatte Janele damals spezielle Bereiche für Frauen vorgeschlagen, die auch von Kindern und Senioren genutzt werden könnten. „Ich hoffe, meine Kollegen im Stadtrat haben jetzt gemerkt, dass es mir schon damals um nichts anderes als die Sache ging: nämlich die Sicherheit für Frauen, Kinder und Senioren zu gewährleisten“, betont CSB-Stadtrat Janele.

Nur deshalb habe er damals diese Sicherheitsoffensive gestartet, „die nach den jüngsten Vorfällen nun so aktuell wie nie geworden ist.“ Längst reiche es nicht mehr, die bestehenden und berechtigten Ängste und Sorgen von Frauen, Eltern und Senioren nur mit Gegenargumenten zu beschwichtigen: „Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass sich die Stadt um ihre Sicherheit bemüht.“ Sie sollten beruhigt sein können, „weil sie wissen, in dieser Stadt kommen sie sicher an ihr Ziel.“