Förderprogramm des Freistaates hilft Gemeinden und Kommunen

Regensburg – Vollbeschäftigung, Boomtown und wirtschaftlich top. Regensburg und seiner Umgebung geht es gut. Beinahe ganz Ostbayern geht es gut. Kein Grund zur Klage, eigentlich. Wäre da nicht das Problem bezahlbarer Wohnraum. Die Regierungen der Oberpfalz und aus Niederbayern haben eben das Thema Wohnen aufgegriffen und betroffenen Städte und Gemeinden gezielt Förderprogramme des Freistaates Bayern aufzeigen.

Von Matthias Dettenhofer

Bezahlbarer Wohnraum wird dringend benötigt. Der Freistaat hilft Gemeinden und Kommunen beim Neubau                                                  Foto: Calado/Fotolia

„Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung.“ So steht es in Paragraph 106, Absatz 1 der Bayerischen Verfassung geschrieben. Dennoch leiden gerade einkommensschwache Haushalte unter der Wohnungsknappheit. „Das Thema brennt unter den Nägeln. Da müssen wir dringend Lösungen finden“, so der oberpfälzer Regierungspräsident Axel Bartelt auf der Wohnungsbautagung im Vielberth-Gebäude an der Universität Regensburg. „Wohnraum sei Grundbedarf und entscheidend für die Lebensqualität. Darum sehe er dringenden Handlungsbedarf.

Regierungen Niederbayern und Oberpfalz zeigen Fördermöglichkeiten auf

Experten_Gesprächsrunde (v.li.): Manfred Ahles (Regierung Oberpfalz), Prof. Dr. Sven Bienert (Institut für Immobilienwirtschaft Uni Regensburg), Norbert Diezinger (Architekt, Neumarkt i. d. OPf.), Max Kollmannsberger (Bürgermeister Tegernheim), Peter Forstner (Bürgermeister Neufahrn) und Ludwig Waas (Bürgermeister Niederwinkling)

Sein niederbayerischer Amtskollege Rainer Haselbeck pflichtet ihm bei. „Die angespannte Wohnungssituation ist ein Seismograph für die Stimmung in der Gesellschaft.“ Das zeige auch, dass das Thema Wohnungsbau in den GroKo-Verhandlungen eine zentrale Rolle spielt. Gleichzeitig erklärte Haselbeck aber „es ist eine Illusion, dass der Staat dieses Problem alleine stemmen kann. Ohne Unterstützung der Kommunen und Gemeinden geht es nicht.“

Wohnungsbautagung als Info-Grundlage

Mit der Wohnungsbautagung wollten die beiden Regierungen gezielt über die Förderprogramme des Freistaates Bayern informieren und darüber hinaus zukünftige Bauherren zu finden sowie Impulse zur Schaffung von neuem Wohnraum zu geben. Ein Ende der Preisrallye sei, da waren sich die Experten einig noch nicht in Sicht. Bis 2030 werde der Wohnflächenbedarf in ganz Bayern um bis zu 20 Prozent ansteigen. Das gelte auch für Regensburg und seinen Speckgürtel.

Mehr Infos zum Förderprogramm: www.stmi.bayern.de/buw/wohnen/foerderung/ oder www.regierung.oberpfalz.bayern.de.