Nicht schlecht staunte eine 62 jährige Autofahrerin als sie innerhalb von zwei Wochen von Polizeibeamten aus Kelheim zur Kasse gebeten wurde.
Bereits bei der ersten Kontrolle in Riedenburg zeigte sie sich verblüfft, da sie nach 35 Jahren erstmals in eine Polizeikontrolle geraten war und aufgrund des Nichtanlegens des Sicherheitsgurtes 30 Euro zahlen musste.
Knapp eine Woche später fuhr sie in Kelheim ohne Gurt und geriet prompt wieder in eine Verkehrskontrolle. Dumm gelaufen, denn erneut wurde ihr Geldbeutel um 30 Euro erleichtert.

Seit Jahresbeginn führt die Polizeiinspektion Kelheim wöchentlich zusätzlich fest eingeplante Verkehrskontrollen durch. Wie das eingangs gezeigte Beispiel zeigt, ist dies durchaus notwendig.
Viele Verkehrsteilnehmer zeigen sich uneinsichtig und fahren generell ohne Gurt.

Die Polizei achtet aber nicht nur auf den Gurt, sondern generell auf die Insassensicherung in einem Fahrzeug. Wie leider immer wieder festgestellt werden muss, nehmen es einige Väter und Mütter auf die leichte Schulter und sichern ihre Kinder unzureichend oder gar nicht. Wer ohne oder unzureichende Kindersicherung seine Sprösslinge im Fahrzeug mitnimmt, muss mit Geldbußen mit bis zu 70 Euro und sogar mit einem Punkt rechnen.

Bei den Kontrollen wird aber auch immer wieder festgestellt, dass sich manche Fahrer nicht darüber im Klaren sind, dass sie durch die Nutzung eines Mobiltelefons ein Bußgeld riskieren.
Was aber fällt unter die Handynutzung?

Wer mit dem Handy telefoniert und gleichzeitig ein Auto steuert, verhält sich verkehrswidrig und wird zur Kasse gebeten. Ausreden helfen hier meist nicht, auch wenn die Ausreden noch so einfallsreich sind. Die Gerichte glauben diese meist nicht.
So stoßen Ausreden wie zum Beispiel, man habe nicht telefoniert, sondern sich während der Fahrt mit einem Akkurasierer rasiert, auf wenig Verständnis bei den Richtern. Regelmäßig werden trotz guter Ausreden 60 Euro und 1 Punkt fällig.
Es gilt also der Grundsatz: Bloß nicht zum Handy greifen!

Grundsätzlich gilt im Straßenverkehr folgende Vorgabe:
Ein Handy darf vom Fahrer während der Fahrt nicht genutzt werden, wenn es von ihm dafür in die Hand genommen werden muss.

Gleiches gilt auch für Radfahrer. Diese müssen mit einem Bußgeld von 25 Euro rechnen.

Die Gerichte sind sich darüber einig, wann die Nutzung eines Handys vorliegt und sie beurteilen diesbezüglich streng und eindeutig.

Unabhängig davon, welche der zahlreichen Handyfunktionen genutzt werden. Es ist alles verboten.

So ist zum Beispiel schon das bloße Wegdrücken eines Anrufers verboten, wenn der Fahrer das Handy dazu in die Hand nimmt.

Auch wer das Handy hochnimmt um eine Nachricht zu lesen oder die im Display angezeigte Telefonnummer anschaut, handelt ordnungswidrig. Gleiches gilt für denjenigen, der nach dem Handy greift um die Uhrzeit abzulesen.

Sich vom Handy zu seinem Reiseziel navigieren zu lassen ist nur erlaubt, solange der Fahrer das Gerät während der Fahrt nicht in die Hand nimmt.
Eine Handyhalterung im Fahrzeug wäre in diesem Falle somit eine gute Investition und allemal billiger als ein Bußgeld.

Wer als Fahrer in einem Auto telefonieren will, sollte dann auch noch in eine Freisprecheinrichtung investieren um damit auf der sicheren Seite zu sein.

Als Alternative hierzu bleibt nur, indem man das Auto und den Motor abstellt. Denn in diesem Fall darf man als Fahrer in einem Fahrzeug telefonieren.
Das gilt auch an einer roten Ampel, wenn der Fahrer während der Rotphase den Motor abstellt, dann telefoniert und das Gespräch beendet, bevor er das Fahrzeug wieder startet.
Solange der Motor nicht läuft darf der Fahrer auch in einem Stau telefonieren.

Liebe Verkehrsteilnehmer, sind Sie also nicht verblüfft, wenn Sie vermehrt Polizeikontrollen feststellen oder selbst in eine solche geraten.
Wer sich an die geltenden Regeln hält, hat nichts zu befürchten. Für die anderen kann es allerdings teuer werden.