Zwischen der Anschlussstelle (AS) Regensburg-Ost und Rosenhof

Ab Dienstag, den 13. Februar 2018, wird der Boden entlang der Bundesautobahn A 3 im Abschnitt Regensburg auf ausgewählten Flächen nach Kampfmitteln untersucht. Die Arbeiten finden zwischen der Anschlussstelle (AS) Regensburg-Ost und der AS Rosenhof neben der Autobahn in beiden Fahrtrichtungen statt. Die Autobahndirektion Südbayern rechnet mit einer Dauer der Arbeiten von drei Tagen. Die exakte Dauer ist abhängig von den Witterungsverhältnissen.

Einschränkungen möglich

Bedingt durch die Arbeiten kommt es auf der A 3 zwischen AS Regensburg-Ost und AS Rosenhof zu folgenden Verkehrsbeeinträchtigungen: Der Verkehr wird im Zeitraum von 10 Uhr bis 14 Uhr auf eine Spur je Richtungsfahrbahn nach innen zusammengeführt. In der Baustelle wird eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 km/h eingerichtet. Die Autobahnmeisterei wird die Verkehrslage genau beobachten und die Baustelle im Falle einer Staubildung bei Bedarf aufheben.
Die Kampfmittelerkundung bereitet den 6-streifigen Ausbau der A 3 im Abschnitt Regensburg vor. Die Untersuchungen finden vorsorglich statt. Weitere Untersuchungen werden im Projektverlauf folgen. Die Voruntersuchungen dienen der Sicherheit und einem reibungslosen Ablauf der späteren Bauarbeiten.

Die Autobahndirektion Südbayern bemüht sich, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und dankt den Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis.

Hintergrund

Zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse wird die A 3 zwischen dem Autobahnkreuz Regensburg und Anschlussstelle Rosenhof auf einer Länge von knapp 15 Kilometern von bisher zwei Fahrspuren auf künftig drei Fahrspuren je Fahrtrichtung erweitert. Hierfür müssen insgesamt 16 Brücken neu gebaut oder verbreitert werden, darunter die knapp 200 Meter lange Brücke über die Gleise der Deutschen Bahn bei Burgweinting. Die Arbeiten beginnen im Frühjahr 2018 und dauern sechs Jahre.

Fragen und Antworten

– Warum finden Kampfmitteluntersuchungen statt?

Regensburg und die umliegenden Gemeinden waren im 2. Weltkrieg Ziel mehrerer großflächiger Luftangriffe. Entlang der Ausbaustrecke der A 3 wurden insbesondere Neutraubling sowie die Bahnunterführung Burgweinting getroffen. Die fraglichen Gebiete gelten als so genannte Kampfmittelverdachtsflächen und müssen vor dem Beginn der Tiefbauarbeiten von Experten sorgfältig auf nicht detonierte Fliegermunition hin untersucht werden.

– Was genau wird untersucht?

Einige Bereiche wurden von Kampfmittelexperten anhand von Luftbildern und Protokollen des Kriegsgeschehens wegen einer besonders hohen Wahrscheinlichkeit von Funden ausgewählt. Untersucht werden Bereiche des Autobahndamms und der Straßenränder zwischen der AS Regensburg-Ost und der AS Rosenhof in beiden Fahrtrichtungen. Mit der Untersuchung werden die vorhandenen Daten verfeinert. Sie dient der Vorsorge: Je genauer die Daten sind, desto schneller und sicherer ist später die Detailerkundung und gegebenenfalls eine Räumung möglich.

– Wie wird untersucht?

Es kommt ein sogenanntes geomagnetisches Verfahren zur Anwendung. Mit speziellen Sonden lassen sich Störungen im natürlichen elektromagnetischen Feld der Erde messen, die durch metallische Körper im Erdreich verursacht werden. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Fliegermunition handeln, jeder Metallkörper im Boden erzeugt eine Störung. Aus den Aufzeichnungen der Messungen entsteht eine Art Karte, anhand derer später gezielt sondiert werden kann.
Das Messgerät ist relativ kompakt und kann von einem Messingenieur getragen und gleichzeitig bedient werden. Der Ingenieur läuft zu Fuß den Messbereich ab.

– Wie sicher ist die Untersuchung?

Während der Untersuchung findet kein Eingriff in den Boden statt. Es besteht keine Gefahr für die Messingenieure oder die Umgebung. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt der allgemeine Hinweis: Bitte fahren Sie in Baustellen besonders aufmerksam und vorsichtig und beachten Sie die Geschwindigkeitsbeschränkung.

– Warum muss die Fahrbahn für die Untersuchung verengt werden?

Die metallischen Karosserien von vorbeifahrenden LKW und PKW können die Messungen beeinflussen. Um einen möglichst großen Abstand einzuhalten, wird der Verkehr im Bereich der Messungen einspurig auf der Innenfahrbahn geführt.

– Wie lange wird untersucht?

Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei Tage. Die Dauer ist jedoch witterungsabhängig. Mit Rücksicht auf den Berufsverkehr wird entlang der A 3 ausschließlich zwischen 10 Uhr und 14 Uhr untersucht. Nach Erfahrung der Autobahnmeisterei ist das Verkehrsaufkommen zu dieser Zeit auf der A 3 am niedrigsten. Die Autobahnmeisterei beobachtet die Verkehrslage genau und wird die Baustelle bei Bedarf auflösen.

Weitere Pressemitteilungen und aktuelle Informationen zur Autobahndirektion finden Sie unter www.abdsb.bayern.de/aktuelles.
Informationen zur aktuellen Verkehrslage auf den Autobahnen und den Umleitungsstrecken finden Sie im Internet unter www.bayerninfo.de.