In der Buslinie 4 näherte sich am Dienstagabend, 10.01.2017 ein bislang unbekannter Mann einem weiblichen Fahrgast und folgte der Frau nachdem diese den Bus verlassen hatte. Die Polizei sucht dringend auch nach zwei Zeugen, die der Frau im Bus zu Hilfe kamen.

Am Dienstagabend in der Zeit zwischen 18:45 Uhr und 19:00 Uhr fuhr eine 19jährige Regensburgerin von der Haltestelle an der Universität mit der Linie 4 in Richtung Stadtwesten, in die Prüfeninger Straße. Während der Fahrt bedrängte ein bislang unbekannter Mann die junge Frau und forderte sie auch zu sexuellen Handlungen auf.

Die Frau, die in der letzten Busreihe saß, wandte sich an zwei junge Männer, die ihr halfen und woraufhin der Täter seinen Sitzplatz wechselte.  Insbesondere diese beiden Helfer stellen für die Polizei wichtige Zeugen dar.

An der Haltestelle Lessingstraße verließ die Geschädigte den Bus, der Täter folgte ihr in die Lessingstraße und bedrängte sie erneut. Schließlich flüchtete der Mann unerkannt. Die Frau blieb körperlich unverletzt.

Beschreibung des Täters:

Größe ca. 165 Zentimeter, scheinbares Alter 30 Jahre, normale-schlanke Statur, trug eine graue Jogginghose und eine rotbraune Jacke mit Kapuze. Der Mann sprach gebrochen deutsch und hat osteuropäisches Aussehen. Auffallend war, dass der Täter eine große weiße Tüte mit sich führte.

Die Kriminalpolizeiinspektion Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet dringend um Hinweise zu dem beschriebenen Mann und bittet die beiden Helfer aus dem Bus sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Zudem wurde bekannt, dass bereits am Dienstagvormittag gegen 11:10 Uhr im Bus der Linie C 1 auf der Fahrstrecke von der Universität zu den Arcaden zu einem ähnlichen Vorfall gekommen war. Hier bedrängte ein Mann mit vergleichbarer Beschreibung ebenfalls eine junge Frau im Bus. Ob Tatzusammenhänge bestehen wird nun auch polizeilich geprüft.

Verhaltenshinweise der Polizei:

Sollten Frauen während einer Busfahrt in unsittlicher Weise bedrängt werden, bittet die Polizei um eine sofortige Mitteilung, auch unter der Notrufnummer 110.

Zudem können sich Betroffene jederzeit mit dem Busfahrer in Verbindung setzen und um Hilfe bitten.

Soweit sich weitere Fahrgäste im Bus befinden sollten diese direkt angesprochen werden. Gegebenenfalls sollte auch darum gebeten werden, bis zum Eintreffen der Polizei nicht alleine gelassen zu werden.

Für die Ermittlungen ist eine detaillierte Beschreibung des Täters sehr wichtig. Betroffene oder Zeugen werden gebeten, sich eine möglichst genaue Beschreibung einzuprägen und dabei auf Besonderheiten wie Tätowierungen oder sonstige Auffälligkeiten zu achten.