Wann:
24. Januar 2018 um 20:00
2018-01-24T20:00:00+01:00
2018-01-24T20:15:00+01:00
Wo:
Jazzclub im Leeren Beutel
Bertoldstraße 9
93047 Regensburg
Preis:
AK 25,- €, VV 24,- €, E 23,- €, S & S 15,- €, M 15,- €

Besetzung: Aki Takase – p | Alexander von Schlippenbach – p

Ein musikalisches Tête-à-tête des Pianistenpaares AKI TAKASE – ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH ist seit langem überfällig. Eisern halten die beiden einer Vorstellung von Kreativität die Treue, die den Schubladen Jazz, Improvisierte oder Neue Musik spottet.
In 2018 zeigen Aki Takase und Alex von Schlippenbach, die dann zusammen 150 Jahre alt sind, dass sie nichts von ihrer musikalischen Raffinesse und Neugier verloren haben!

Fünfzehn Jahre nach „Piano Duets – Live in Berlin“ 93/94 (FMP) war ein musikalisches Tête-à-Tête des Pianistenpaares AKI TAKASE – ALEXANDER VON SCHLIPPENBACH überfällig. Iron Wedding (Intakt CD 160) meint jetzt keine 65 Jahre, sondern spielt wohl auf alle mit Handschellen aneinander gefesselten Pärchen der Filmgeschichte an und vielleicht auch auf die Manschetten, mit denen die beiden manchmal Piano für 4 Hände spielen. Ähnlich eisern halten die beiden einer Vorstellung von Kreativität die Treue, die den Schubladen Jazz, Improvisierte oder Neue Musik spottet. In 2018, den Geburtstagen der Beiden, die zu 150 Jahre Jazz führen, zeigen Aki Takase und Alex von Schlippenbach, daß sie nichts von ihrer musikalischen Rafinesse und Neugier verloren haben!
Die private Liaison diesmal als Pianopaar. Takase & Schlippenbach setzen die Tradition der großen Klavierduos im Jazz grandios fort (Beirach & Laverne, Burmester & Laginha, Gulda & Corea, Hancock & Corea, Hines & Byard, Williams & Viklicky, Crispell & Schweizer, Schlippenbach & Theurer, Evans & McPartland, um nur ein paar dieser Einspielungen aufzuzählen). Das Material stammt ausschließlich von den beiden Protagonisten. Die Improvisationen (Kompositionen) sind stringent und zeigen die beiden Pianisten im vertrauten Umgang miteinander. Das Fordern und Gefordert werden, die Interaktion werden virtuos ohne billige Effekthascherei in einer 65-minütigen Seance dargeboten. Der frühe Vogel in ’Early Light’ fängt da nicht den Wurm, sondern eine ganz zarte und sympathisch melancholische Morgenstimmung ein; die Ereignisse der Nacht klingen noch ein wenig nach, aber der beginnende Tag ist in seinen festen Umrissen und Strukturen schon spürbar. Reduziert und wach klingt die ’Suite In Five Parts’, beim Titel ’Zankapfel’ meint man als Hörer fast eingeladen zu sein, der intimen Entstehungsgeschichte dieser Zusammenarbeit beiwohnen zu dürfen. Die doch sehr unterschiedlichen ’Musiksprachen’ von Takase und Schlippenbach machen einen weiteren nicht unwesentlichen Reiz dieser CD aus. Ein intimes Zwiegespräch entstand, bei dem die beiden Musiker sich und dem Zuhörer nichts beweisen mussten, man machte keine Jagd auf Spektakuläres und schaffte es so ’Iron Wedding’ wirklich gelingen zu lassen. Im ’Far On’, der letzten Komposition der CD, schließt sich der Kreis, und man fühlt förmlich den Puls einer meditativen, stoischen Ruhe, der über den Tönen schwebt. In unseren Zeiten der Krisen und der Skandale keine schlechte Sache, so ruhig und doch bestimmt an unsere biedere Endlichkeit erinnert zu werden.

AK 25.-€, VV 24.-€, E 23.-€, S&S 15.-€, M 15.-€